In ferner Vergangenheit, auf einem geheimnisvollen Anwesen, scheitern Tenöre reihenweise an der mörderisch anspruchsvollen Partitur der letzten Oper eines berühmten Komponisten: „Der Schmetterling“, während Köchin Helga und Gärtner Richard eher für Beerdigungen zuständig sind als für Kochen oder Jäten. In der Gegenwart herrscht ein unsterblicher Lord im düsteren Schloss, der für den „Schmetterling“ noch immer Tenöre eher verbraucht als engagiert. Und in der Zukunft leben nur noch Klone, die Kunst für ein Gerücht halten – bis ein Schmetterlingsmann, einer der vielen an der mörderischen Partitur des „Schmetterlings“ gescheiterten Tenöre, aus einer tief in einem alten weißen Baum verborgenen Standuhr steigt und Farbe, Kunst und die Musik zurückbringt.
Daniel Behles und Alain Claude Sulzers neues Werk präsentiert sich als Operettenfantasie von feinsinnigem Humor, in der die Autoren mit spielerischer Leichtigkeit Opernklischees, Gruselromantik, Zukunftsvisionen sowie einen liebevoll augenzwinkernden Blick auf die Bayreuther Festspiele zu einem farbig schillernden, geistreich unterhaltenden Bühnenabend verweben. In magischen Momenten entfaltet die Operette ein Fest der Kunst – und feiert jene besondere Kraft der Fantasie, die vermag, jede Zeit in strahlendes Licht zu tauchen, während sich zugleich der „tiefere Sinn“ ergänzt, der uns im turbulenten Zusammenspiel die Frage stellt, wie wertvoll uns Kunst und Kultur sein müssen.
Einführung (am 27. November 2026 findet keine Einführungen statt).
Jedes Stück birgt seine Geheimnisse – Gedanken hinter den Texten, Geschichten hinter den Kulissen. Die Dramaturgie lädt Sie ein, mehr über die Hintergründe der Inszenierungen zu erfahren, Verbindungen zu entdecken und neue Perspektiven zu gewinnen. Vorstellungsbeginn ist nicht erst, wenn der Vorhang sich hebt – lassen Sie sich einstimmen auf das, was Sie auf der Bühne erwartet.
PREMIERE
Samstag, 10. Oktober, 19.30 Uhr
MODERNE I URAUFFÜHRUNG
Operette in drei Akten von Daniel Behle Libretto von Alain Claude Sulzer und Daniel Behle Einführung auf der Studiobühne - halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn
Gefördert durch den Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen als regional bedeutsame Einrichtung.
Gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Diese Einrichtung wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.